Infos

Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Interview.

Calendar
Februar 2012
M D M D F S S
« Apr    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Archiv der Kategorie Interview

Interview mit viagogo.de

Hier ist ein Interview mit meinem ehemaligen Kollegen Stefan Schüle, der jetzt als Online Marketing Manager beim Online Ticket Shop viagogo.de die Strippen zieht. Das viagogo Partnerprogramm ist bei zanox und affilinet zu finden.

Hallo Stefan, was hat Euer Online Shop und insbesondere das Affiliate Programm zu bieten?

viagogo ist die Online-Ticketbörse, auf der Fans Tickets für Live-Events sicher kaufen und verkaufen können.

Unsere Mission ist dabei das Bereitstellen eines Marktplatzes, auf dem Käufer und Verkäufer zusammenkommen. Dabei übernimmt viagogo für jede Transaktion eine Garantie.

Käufer: Nachdem der Käufer ein Ticket gekauft oder ersteigert und eine Bestätigung per E-Mail von erhalten hat, sorgt viagogo dafür, dass er sein Ticket rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn erhält. Sollte ein Problem auftreten oder er erhält sein Ticket nicht, wird viagogo sicherstellen, dass ein entsprechendes oder auch besseres Ticket auf viagogo-Kosten beschafft wird.

Verkäufer: viagogo stellt für den Verkäufer sicher, dass dieser sein Geld für seine eingestellten Tickets erhält und garantiert dies.

viagogo eignet sich als Partnerprogramm für fast alle Seiten, die Frage müsste eigentlich nach den Seiten gestellt werden, die sich nicht für viagogo eignen.

Das Interesse an realen Events ist im Online-Zeitalter ungebrochen groß und wird voraussichtlich noch zunehmen, da viele Menschen wenigstens in ihrer Freizeit der virtuellen Welt entfliehen möchten.

Wichtig – als Tipp für Affiliates – für eine hohe Zahl an Transaktionen ist die Wahl des richtigen Events für die passende Zielgruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Hierbei unterstützen wir die Affiliates mittels Newsletter mit Event-Tipps.

Denkst du, daß der Markt für Tickets und Eintrittskarten im Internet in Zukunft wachsen wird und wenn ja, wieso?

Der Online-Ticketmarkt wird definitiv weiter wachsen. viagogo sieht der Zukunft sehr positiv entgegen und wie die offiziellen Partnerschaften zeigen, wird unsere Plattform inzwischen auch als Chance seitens der Künstler gesehen, den Fans Tickets direkt oder zumindest eine sichere Plattform des Ticketaustauschs anzubieten.

Bei Tickets ist es ja oft so, ähnlich wie bei Reisen, daß sich die Kunden vor dem Kauf sehr gründlich und auf diversen Seiten über Preise und Konditionen informieren, sprich die Conversion Raten sind meist eher niedrig.

Wichtig für eine hohe Zahl an Transaktionen ist die Wahl des richtigen Events für die passende Zielgruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt. Hierbei unterstützen wir die Affiliates mittels Newsletter.

Unser Angebot eines sicheren Marktplatzes, auf dem Fans ihre Tickets weitergeben können oder Tickets von Fans erwerben können, ist die logische Ergänzung des First-Ticket-Marktes und damit sehr sehr reizvoll für Affiliates, die bereits im Ticketing-Bereich aktiv sind.

Wie ich bei Günther Giani gelesen habe, sucht ihr derzeit einen Affiliate Manager für Euren Standort in München. Was sollte ein guter Affiliate Manager deiner Ansicht nach mitbringen?

Ein guter Affiliate Manager auf Unternehmensseite sollte sich in seinem Denken nicht auf den Kanal Affiliate Marketing beschränken, sondern die kompletten Zusammenhänge der Online-Marketing Möglichkeiten + Aktivitäten im Unternehmen als Einheit sehen.

Die üblichen Basics wie Wissen um die zentralen KPIs, Zahlenverständnis, Networking etc. setze ich immer voraus.

Agentur-Interview mit Projecter.de

Heute gibt es mal keine Kritik an Support von Netzwerken, Merchants oder Agenturen. Und kein Gejammer über irgendeine Krise oder die Zukunft des Affiliate Marketings.

Sondern nur ein richtig nettes und positives Interview mit Patrick Hundt von der Leipziger Online Marketing Agentur Projecter, welche übrigens auch selbst einen interessanten Blog betreibt.

- Hallo Patrick,
stell Dich und Projecter doch mal bitte vor.

Patrick: Katja und ich haben Projecter vor etwa einem Jahr in Leipzig gegründet. Unser
Schwerpunkt liegt auf der Betreuung von Kunden im Keyword Marketing und
Affiliate Marketing. Durch unseren Background haben wir zum Start überwiegend
mit Internet Startups zusammengearbeitet, gewinnen mittlerweile aber auch immer
mehr Online Shops und mittelständige Unternehmen als Kunden dazu.
Vor Projecter haben wir beide bei Spreadshirt gearbeitet. Zunächst als Trainee
und später als Freelancer. Katja war für das Endkunden-Marketing verantwortlich
und hat das E-Mail Marketing aufgebaut. Ich begann als Affiliate Manager, bin
aber nach einigen Monaten zum Keyword Marketing gewechselt.
Ich würde sagen, die Erfahrungen, die wir bei Spreadshirt gesammelt haben, waren
für uns die bestmögliche Schule in Sachen Online Marketing. Von den Kontakten,
die wir in dieser Zeit gewonnen haben, profitieren wir auch noch heute als
Agentur.

- Wo liegen die Hauptbereiche von Projecter und welche Bereiche sollen in
Zukunft ausgebaut werden?

Unser größter Fokus liegt auf dem Keyword Marketing. Das war so nicht geplant,
sondern hat sich durch die Kundenwünsche so ergeben. SEM ist für viele Startups
eine der ersten Online Marketing Maßnahmen. Schließlich sind relativ schnell
Ergebnisse zu sehen und vor allem ist der Erfolg auch gut nachvollziehbar.
Außerdem gestalten wir unsere Arbeit ziemlich transparent - die Adwords Accounts
gehören den Kunden, können jederzeit eingesehen und theoretisch auch vom Kunden
selbst bearbeitet werden. Somit erschien vielen Kunden das Keyword Marketing
auch als gute Methode, uns erst einmal kennenzulernen. Nach einigen Monaten der
Zusammenarbeit kommen von einigen Kunden weitere Aufträge, wie zum Beispiel der
Start und die Betreuung eines Partnerprogramms.
Affiliate Marketing ist zurzeit unser zweitgrößtes Standbein. Die Anzahl der
betreuten Programme wächst hier zwar deutlich langsamer aber das passt ja gut zu
diesem Kanal. Ein Partnerprogramm geht meistens auch nicht von einen Tag auf den
anderen durch die Decke.
Seit einiger Zeit betreiben wir auch ein paar eigene Affiliate-Projekte, um
selbst dazu zu lernen aber natürlich auch, um zusätzliche Einnahmen zu
generieren. Es gibt einige Themen, in die wir zukünftig noch mehr Zeit
investieren werden.

- Du warst auch als Affiliate schon relativ erfolgreich. Wieso bist du
den Schritt gegangen eine Agentur zu gründen, anstatt weiterhin eine
Publisher-Karriere zu verfolgen?

Ja, das stimmt. Während meiner Zeit bei Spreadshirt habe ich nebenbei ein paar
Affiliate-Projekte aufgebaut, das ein oder andere davon auch ganz erfolgreich.
Am Anfang hat das viel Spaß gemacht und jeder Euro wurde frenetisch bejubelt. In
meinem zweiten Jahr bei Spreadshirt habe ich nur noch Teilzeit gearbeitet und
mehr Zeit in meine eigenen Projekte investiert. Mit der Zeit wurde es zwar immer
mehr, hat aber auch nicht mehr so einen starken Reiz auf mich ausgeübt. Die
Arbeit bestand hauptsächlich aus dem Schreiben von Content, ständigem
Aktualisieren von Content und ein paar anderen wenig spannenden Aufgaben. Am
meisten hat mich das Arbeiten ohne Kollegen gestört. Da absehbar war, dass ich
bei Spreadshirt nicht mehr lange arbeiten wollte und mir auch nicht vorstellen
konnte, allein zu Hause lukrative Affiliate-Projekte zu betreuen, musste eine
andere Lösung her.
Katja und ich hatten ohnehin schon länger überlegt, was man machen könnte. Wir
haben Ideen sondiert und nach einigen Monaten haben wir uns entschlossen,
einfach das zu machen, was wir können: Online Marketing.

- Du bist, genau wie ich, ziemlich Online Marketing verrückt. :)
Auch wenn wir um 23 Uhr noch chatten, geht es meist nur darum. Was fasziniert Dich an der Branche?

Ja, ich war von meinem ersten Tag bei Spreadshirt an sofort begeistert vom
Online Marketing. Nach etwa einer Woche habe ich angefangen, mit Wordpress
herumzuspielen, kurze Zeit später hatte ich meine ersten Affiliate-Projekte. Was
ich bei Spreadshirt und aus der Blogosphäre lernte, habe ich am Abend gleich
umgesetzt.

Mit wenigen Mitteln konnte ich mich in kurzer Zeit wirtschaftlich so
weiterentwickeln, wie es ohne Online Marketing nur schwer möglich wäre. Nicht
jeder hat die Veranlagung oder die Motivation, aus diesem spannenden Wissen viel
herauszuholen aber wer sich dafür begeistern kann und auch ein paar
Zusammenhänge des Online Marketings versteht, der wird erfolgreich sein.

- Was würdest du einem Advertiser empfehlen, der neu ins Online Marketing
einsteigen möchte in Hinsicht auf SEM und Affiliate Marketing? Welcher
Maßnahme sollte mehr Gewicht beigemessen werden?

Das kann ich so pauschal gar nicht beantworten. Im Endeffekt wird dem Kanal mehr
Gewicht beigemessen, der mehr Umsatz und/oder Gewinn erwirtschaftet. Je nach
Geschäftsmodell kann das entweder Keyword Marketing aber auch Affiliate
Marketing sein.
Ich würde jedoch empfehlen, mit SEM zu starten. In der Regel liefert Keyword
Marketing wesentlich schneller aussagekräftige Ergebnisse. Ich denke, es fällt
auch leichter für das Partnerprogramm ein Provisionsmodell zu finden wenn erste
Erkenntnisse aus anderen Kanälen vorliegen. Schließlich sollten Provisionen für
Partner nicht jede Woche geändert werden.
Außerdem kommen die meisten Affiliate-Umsätze - wenn auch manchmal über Umwege -
ohnehin über Suchmaschinen. Schließlich bewerben Partner ein Programm häufig per
SEM oder SEO. Daher würde ich sagen, dass ein Partnerprogramm gute Chancen hat,
zu funktionieren wenn das Geschäftsmodell über SEM profitabel beworben werden
kann.
Ob man sich beim Keyword Marketing von Affiliates unterstützen / ergänzen lassen
sollte, muss jeder Advertiser für sich entscheiden, ich würde es jedoch
grundsätzlich empfehlen. Bis auf den Brand geben wir SEM für Affiliates
eigentlich immer frei.

- Und zuletzt die obligatorische Frage: Wieso sollte sich ein Advertiser
für Projecter als Agentur entscheiden?

Wir spielen mit offenen Karten, arbeiten also transparent. Vor allem aber werden
wir größtenteils erfolgsorientiert vergütet. Wir erhalten Provisionen für die
Umsätze, die wir per SEM oder Affiliate Marketing generieren. Bei Erfolg kann
das auch mal mehr sein als die üblichen Prozente vom Marketing-Budget, wenn der
Erfolg ausbleibt, zahlt auch der Kunde wenig.
Das unterscheidet uns von anderen häufig angewendeten Abrechnungsmodellen.

Auf das Affiliate Marketing bezogen, ist unser großer USP, dass wir nahezu alle
Seiten des Affiliate Marketings bereits selbst erlebt haben. Bei Spreadshirt bin
ich in die Rolle des Merchants geschlüpft, nebenbei war ich Affiliate und heute
sind wir eine Agentur. Fehlt nur noch die Netzwerk-Perspektive aber ich vermute,
dass ich die auch nicht mehr bekommen werde ;-)

Interview mit financeads

In der Reihe “Ein Herz für kleine Netzwerke” (Auto-Aufkleber hierzu gegen frankierten Rückumschlag beim MontiMan erhältlich) gibt es heute ein Interview mit Finanznetzwerk Inhaber Ralf Fischer aus Nürnberg.

Ich habe selbst schon einiges bei financeads gemacht und kann wirklich sagen, daß sich Ralf sehr engagiert um seine Publisher kümmert.

Leider hat financeads kein Referal-Programm :-( aber ich finde die Idee eines Branchen-Netzwerks interessant und möchte es daher einfach mal vorstellen.

Beschreib doch bitte mal financeads, Was macht ihr, seit wann gibt es Euch?
Ralf: financeads ist auf Performance-basiertes Marketing im Bereich Geld und Finanzen spezialisiert. D.h. wir gewinnen für Finanzanbieter Neukunden auf reiner Erfolgsbasis. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei das financeads-Netzwerk, über das qualitativ hochwertige Partner aus dem Finanzbereich die Möglichkeit haben die - teilweise auch exklusiven - Kampagnen der Anbieter zu bewerben. Online gegangen sind wir mit einer ersten Version im Januar 2006.

Wie kommt man auf die Idee ein Netzwerk nur für Finanzprogramme zu erstellen? Welche Vorteile bringt solch ein Nischennetzwerk dem Affiliate und dem Advertiser?
Vor der Gründung von financeads haben wir selbst Portale aus dem Finanzbereich betrieben und dabei den Bedarf nach einem spezialisierten Anbieter erkannt. Die Spezialisierung bringt verschiedene Vorteile mit sich. Durch die Konzentration auf eine begrenzte Anzahl an Partnern und Advertisern können wir einen deutlich besseren Support liefern als ein Massennetzwerk und können entstehende Kostenvorteile in Form von Bonuszahlungen an die Partner weitergeben. Speziell zum Finanzbereich kann financeads weitreichende Unterstützung wie Produktdaten zu den unterschiedlichen Finanzprodukten oder die neuen Vergleichsrechner ohne Provisionsnachteile anbieten. Vorteile auf Seiten der Advertiser sind insbesondere die hohe Qualität der angeschlossenen Partner und das damit verbundene Neukundenpotenzial, welches durch eine entsprechende Betreuung und das vorhandene Markt-Know-How optimiert wird.

Ihr habt trotz Eurer Fokussierung noch nicht alle Programme dieser Branche bei Euch unterbringen können. Woran liegt dies und denkst du, ihr werdet bald das komplette Spektrum der deutschen Finanzprogramme abdecken können?
Ziel von financeads ist es jeweils die Top-Produkte der unterschiedlichen Produktkategorien anbieten zu können. Dabei haben wir uns zunächst auf die Bankprodukte Festgeld, Tagesgeld, Depot, Girokonto, Kreditkarte sowie die unterschiedlichen Kreditarten konzentriert. Oberste Priorität hat weiterhin die Qualität der Produkte und Anbieter, es wird also mit Sicherheit auch in Zukunft Finanzprogramme geben, die nicht im financeads-Netzwerk angeboten werden. Seit dem Start konnten wir einen Großteil der Top-Anbieter gewinnen, sehen aber insbesondere bei den größeren Banken noch deutliches Potenzial. So sind auch in den nächsten Monaten interessante Neustarts zu erwarten. Mittelfristig ist dann auch die Aufnahme weiterer Produktkategorien denkbar.

Erfolgreichen Affiliates zahlt ihr einen Kickback. Wieviele Publisher erreichen bei Euch denn jeden Monat den höchstmöglichen Bonus (10% on top ab 5000 Euro Provisionsauszahlung) gutgeschrieben?
Genaue Zahlen dazu möchten wir nicht veröffentlichen. Insgesamt konzentrieren wir uns im financeads-Netzwerk auf eine dreistellige Anzahl an Partnern. Der Anteil des Umsatzes auf den wir den Bonus von 10% ausschütten ist dabei sehr groß.

Wo siehst du die Trends im Finanzbereich für Affiliates? Geht es durch die Finanzkrise eher in die Richtung Kredite oder bleiben Tagesgeld und Festgeld Anlagen weiterhin attraktiv?
Für eine genauere Vorhersage der Auswirkungen ist es noch zu früh. Die Hauptprodukte im Bankbereich werden aber sicherlich weiterhin die kurzfristigen Geldanlagen, Girokonto, Kreditkarte und Kredite bleiben. Von der Finanzkrise profitieren aktuell insbesondere Angebote aus dem Bereich Tagesgeld und Festgeld, die für viele Anleger unter Berücksichtigung der Einlagensicherung die sicherste Alternative darstellen und außerdem sehr attraktive Zinssätze bieten.

Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

|